PRISMA

Gemeinsam ist Veränderung möglich

Verein PRISMA für eine Kreislaufwirtschaft

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„Wir müssen Voraussetzungen für eine gemeinsame nachhaltige Zukunft schaffen“

Caroline Babendererde, Circular Economy Expert Mid Europe, vertritt, gemeinsam mit Dr. Josef Meyer, Key Account Director Mid Europe, Tetra Pak bei PRISMA. Sie gibt Auskunft über das Engagement von Tetra Pak für eine Kreislaufwirtschaft.

Welche Bedeutung hat die Kreislaufwirtschaft für Tetra Pak? Sie ist für uns entscheidend. Wir müssen die Nutzung von Rohstoffen neu denken und diese im Kreislauf halten. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass unsere Verpackungen nach Gebrauch gesammelt und zu nützlichen Produkten recycelt werden.

Allein im Jahr 2017 wurden über 46 Milliarden unserer Verpackungen recycelt, das macht mich stolz.

Gleichzeitig sind wir noch weit von einer Kreislaufwirtschaft entfernt.


Wie können wir uns einer Kreislaufwirtschaft nähern? Die Herausforderungen der heutigen Zeit sind enorm und betreffen uns alle. Das heisst, dass wir nur weiterkommen, wenn wir alle einen Beitrag leisten. Die Grundlage für den Systemwandel ist Kooperation. Wir sind daher schon im Jahr 2016 der Initiative „Circular Economy 100 (CE100)“ beigetreten, einer Plattform der Ellen MacArthur Foundation, wo wir gemeinsam mit anderen Stakeholdern an Lösungen arbeiten.

Genauso wichtig wie die Bereitschaft zur Kooperation ist auch die Haltung, mit der wir aktuelle Themen angehen. Wir wissen, dass wir vieles noch nicht wissen, denn es gibt keine Wirtschaft, die heute ausschliesslich im Kreislauf funktioniert. Wichtig ist, dass wir trotz dieser Ungewissheit heute handeln und nach neuen Lösungen suchen. Wir sehen es als zentral an, dass die Ziele hoch gesetzt werden. Daher unterstützen wir aktiv den EU-Aktionsplan für eine Kreislaufwirtschaft und die Kunststoffstrategie der EU.

Wie handelt Tetra Pak? Wir haben als Mitglied von «The Alliance for Beverage Cartons and the Environment (ACE)” eine neue Plattform EXTR:ACT lanciert. Das Wortspiel mit dem Ausdruck «Act» (Handeln) kommt nicht von ungefähr. Neben dem Recycling von gebrauchten Getränkekartons soll vor allem das Recycling der nicht papierbasierten Verpackungsbestandteile wie Polymere und Aluminium vorangebracht werden.

Damit ergreift die Getränkekartonindustrie neue Massnahmen, um nicht nur das Recycling ihrer Verpackungen, sondern auch ihren Wert für Recyclinglösungen zu steigern, um so die langfristige Nachhaltigkeit zu sichern.

Im Rahmen von EXTR:ACT sollen zudem Initiativen zur Ausweitung der Getränkekartonsammlung in ganz Europa koordiniert und gefördert werden. Aber auch für Partnerschaften mit Stakeholdern anderer Verbundmaterialien zeigt sich EXTR:ACT offen.

Nebst der Förderung des Recyclings haben wir entschieden, als Getränkekartonindustrie selber eine Recyclinganlage für die stoffliche Verwertung der Kunststoff-/Aluminium-Bestandteile von gebrauchten Getränkekartons zu bauen. Für diesen Zweck wurde die Palurec GmbH gegründet. Diese soll in der Nähe von Köln gebaut und im Frühjahr 2020 in Betrieb genommen werden.

Und dann engagieren wir uns natürlich auch bei PRISMA.


Was ist besonders an PRISMA? PRISMA ist eine private Initiative, die gestartet wurde von Unternehmen aus Industrie und Handel, die sich alle einig sind, dass wir beim Umgang mit Verpackungsabfall viel aktiver nach besseren Lösungen suchen müssen. In PRISMA kommen Kooperation und Innovation zusammen, um etwas Neues aufzugleisen. Wir möchten zum Wohl der Umwelt gemeinsam mit anderen Marktteilnehmern an einem Strick ziehen und die Recycling-Wertschöpfungskette zukunftsgerecht gestalten. Dies tun wir mit einem unüblichen und frischen Ansatz. Wir erlauben uns, neu zu denken und ständig dazuzulernen. Ich habe die Hoffnung, dass wir mit PRISMA eine ökologische, ökonomisch und sozial tragfähige Lösung finden. Damit offene Stoffkreisläufe geschlossen werden und die Kreislaufwirtschaft eines Tages Realität ist. Das ist mir auch persönlich ein Anliegen, denn wir müssen gemeinsam Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft schaffen.