One for all

Unser Projekt für die Kreislaufwirtschaft für Verpackungen

Lineare Wirtschaft

Recycling-Wirtschaft

Kreislauf-Wirtschaft

WAS IST EINE

kreislaufwirtschaft?

Es gibt unzählige Definitionen der Kreislaufwirtschaft. Im Kern ist die Idee von der Natur inspiriert: Nichts geht verloren, alles wird wiederverwertet und erneut dem Kreislauf zugeführt.

Wir sind heute noch weit von einer Kreislaufwirtschaft entfernt. Das bedeutet, dass wir ändern müssen, wie wir produzieren, konsumieren und entsorgen. 

Mehr Infos zur Kreislaufwirtschaft finden Sie bei der
Ellen MacArthur Foundation.

 – One for All –

Ein Sammelsystem für eine Kreislaufwirtschaft

Wir arbeiten daran, unsere Produkte zu verbessern, indem wir weniger oder neue Materialien verwenden und sie zunehmend recyclingfähig designen. Das ist ein wichtiger Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft.

Doch damit tatsächlich weniger Abfall anfällt, müssen die Verpackungen vom Konsumenten auch gesammelt werden können. Hier setzen wir mit PRISMA an.

Umwelt

Wir wünschen uns ein System für viele Materialien mit einem möglichst geringen ökologischen Fussabdruck.

Convenience

Wir wünschen uns ein System, das Konsumenten nicht überfordert, sondern Freude macht.

Transparenz

Wir wünschen uns ein System, das transparent und in Echtzeit die Stoffströme aufzeigt.

KOSTENEFFIZIENz

Wir wünschen uns ein System, das Synergien und Skaleneffekte nutzt.

Wie kommen wir von
heute nach morgen?

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Das Ziel ist ein Kreislauf

Klar ist, wir sind noch mitten auf dem Weg, um eine Kreislaufwirtschaft in der Schweiz zu etablieren. Bis dahin braucht es neben Zeit auch kluge Innovation im Verpackungsdesign sowie neue Sammelinfrastrukturen und technologischen Fortschritt zur besseren Sortierung. Auch unzählige weitere Aspekte spielen dabei eine Rolle.

 

Der Weg wird kein gerader sein

Ein Innovationsprozess ist umfassend und voller Überraschungen. Für eine so komplexe Herausforderung, brauchen wir zunächst eine offene Herangehensweise und greifbare Etappenziele. Bis 2022 wollen wir einen teilweise praxisgeprüften Systembeschrieb erstellen und eine Roadmap zu einer Kreislaufwirtschaft veröffentlichen.
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Blueprint als Startschuss

Mit dem Modell unseres Blueprints verankern wir einen ersten Pflock im Boden. Um dann gemeinsam Fragen von anderen Anspruchsgruppen zu ergänzen und parallel Lösungen aus der Praxis zu finden.

 

Anschliessend testen wir diese Lösungen mit interessierten Praxispartnern und entwickeln den Blueprint laufend weiter. Wir haben dabei stets das Ziel vor Augen, einen brauchbaren Systembeschrieb aufzubauen, der planmässig eines Tages die Grundlage für eine Branchenlösung sein wird.

etappe 2020/21

Die drei Pfeiler von der Theorie Zur Praxis

Blueprint mit Fragestellungen
von anderen Stakeholdern ergänzen

Prototyping –
mögliche Lösungen
aus der Praxis
neu kombinieren
und testen

Roadmap
zur Branchen-
vereinbarung
für eine
Kreislaufwirtschaft erarbeiten

Der blueprint für ein Sammelsystem Morgen

 

(Ver-)Kauf, Konsum

Produkte werden im Handel (online oder offline) verkauft, bzw. vom Konsumenten gekauft und konsumiert. 

Mögliche Fragestellungen:

  • Wie können Inhalte zum Konsumenten gelangen, so dass das Produkt haltbar bleibt?

  • Kauft der Konsument das Produkt mit oder ohne Verpackung? 

 

2

Sammeln

Wertstoffe werden in drei farbige Säcke getrennt: Grün, für Biogenes. Orange, für alles, was recyclierbar ist. Schwarz, für die wenigen Abfälle, die noch nicht recyclierbar sind. Alle Verpackungen haben einen grossen orangen oder schwarzen Punkt. 

Mögliche Fragestellungen:

  • Was kann zusammen gesammelt werden? Was soll besser getrennt sein? Wie viele Recyclingsäcke sind ideal, damit eine gute Qualität der Sekundärrohstoffe sichergestellt sind? Was begünstigt eine sortenreine Sammlung?

  • Kosten die Säcke etwas? Sind Säcke die richtigen Gebinde?
  • Wie kann das System für Mehrweggebinde genutzt werden?
  • Gibt es Alternativen beim Biogenen (z. B. Verwertung vor Ort)?
 

3

Vor die Haustüre stellen

Die vollen Säcke werden vor die Haustür gestellt. Über die Green-App werden die vollen Säcke/Gebinde angemeldet. 

 

Zur Belohnung für das Engagement werden Green Points verteilt. Diese Green Points können gespendet oder auf eine innovative andere Art eingesetzt werden. 

Mögliche Fragestellungen:

  • Welche Funktion übernimmt die Kommunikation im Gesamtsystem?

  • Wie wird der Kundenkontakt genutzt?

  • Gibt es bei der Sammlung alternative Sammelpunkte?

  • Was geschieht mit dem «Unterwegs-Konsum»?

 

4

Abholung

Die Säcke werden abgeholt und gescannt und an einem lokalen Sammelort abgeladen. Der Eingang am lokalen Sammelpunkt («Hub») wird spezifiziert und gewogen und an die digitale Plattform weitergegeben. 

 

Der Logistiker verpresst die Säcke und bringt sie ins regionale Sortierzentrum. 

Mögliche Fragestellungen:

  • Wer holt die Säcke / Gebinde wie ab?

  • Welche alternativen Antriebe in der Logistik werden genutzt?

  • Wie kann die Feinlogistik möglichst ökologisch und kosteneffizient gestaltet werden?

 

5

Vorsortierung 

Das regionale Sortierzentrum sortiert die Säcke nach den Farben grün, orange und schwarz. Der schwarzer Sack geht in die KVA. Der grüne Sack in die Biogas-Anlage. Die sortierten Säcke werden digital erfasst. 

 

Die Sortieranlage steht auf einem Ressourcenmanagement-Campus. Früher waren diese reine KVAs. Heute ergänzen neben der Sortierung auch eine Biogasanlage das Angebot. Das heisst, dass die grünen und schwarzen Säcke direkt vor Ort zu Energie umgewandelt werden. Die Eingänge und Ausgänge in den jeweiligen Verwertungsanlagen werden gemessen und an die digitale Plattform gemeldet.

Mögliche Fragestellungen:

  • Wie funktioniert die Vorsortierung möglichst effizient?

  • Wie wird die Qualität sichergestellt?

  • Wie könnte ein Ressourcenmanagement-Campus aussehen?

  • Wer betreibt ihn?

  • Wie werden die Säcke/Gebinde verwertet?

 

6

Sortierung

Der orange Sack geht zu einer Sortieranlage. Eingangs wird auch hier wieder das Gewicht an die digitale Plattform gemeldet.

 

Die Technologie der Sortieranlage ist weiter, als noch vor einigen Jahren. Sie kann viele Produkte automatisch aussortieren. Eine händische Nachsortierung verbessert die Qualität weiter. Fehlwürfe werden entweder stofflich oder ansonsten thermisch weiterverwertet. 

 

Der Materialfluss, welcher nicht sortiert werden kann wird in ständigem Austausch nach einem Standardprozedere mit den Anbietern der Sortiertechnologie, den Recyclern und den Produzenten optimiert (z. B. indem bei recyclierbaren Verpackungen die Etiketten angepasst werden, weil die Sortiertechnologie diese nicht richtig erkennen und aussortieren kann). 

 

Zu diesem Zweck besteht eine Arbeitsgruppe, die sich nur auf diesen Aspekt fokussiert. Auch neue Materialien, die auf den Markt gebracht werden, müssen diesen Standardprozess durchlaufen. Ein erfolgreiches Durchlaufen dieses Prozesses ist die Voraussetzung dafür, dass der orange Punkt auf der Verpackung angebracht werden darf. 

 


Die sortierten Materialien werden verpresst und gewogen, sowie an die digitale Plattform gemeldet. 

Mögliche Fragestellungen:

  • Was sind entscheidende und absehbare technologische Entwicklungen in der Sortierung?

  • Was ist nötig, um eine Kontamination zu verhindern?
  • Wo braucht es eine Standardisierung beim Produktdesign?
 

7

Recycling

Der Ausgang der Materialien aus der Sortieranlage, sowie der Eingang beim Recycler, werden auf der digitalen Plattform verzeichnet. Der Recycler stellt aus den gesammelten Materialen Sekundärrohstoffe her. 

Mögliche Fragestellungen:

  • Welche Sekundärmaterialien entstehen aus den gesammelten Verpackungen?

  • Wo und wie werden diese Materialien vermarktet?
  • Welchen Wert haben die Materialien und weshalb haben sie diesen Wert (Nachfrageseite)?
 

8

Produktion

Aus den Verpackungen werden wieder neue Verpackungen hergestellt. Sollte dies noch nicht möglich sein, so wird ein Downcycling erfolgen.
Die Konsumenten werden über die App informiert, was mit den gesammelten Verpackungen gemacht wird.

Mögliche Fragestellung:

  • Wie begünstigt das System geschlossene Kreisläufe?

 

Digitale Plattform

Auf einer digitalen Plattform geht die Nachrichten ein, dass Säcke rausgestellt worden sind. Die Plattform hat einen Algorithmus, welcher nach diversen Kriterien sogenannte «Bundles» erstellt. Bundles sind eine gewisse Anzahl Abholungen in einer gewissen Distanz.

 

Abgeholt werden die Bundles mit einem kleinen Elektromobil. Die digitale Plattform wird nun den Weg der Säcke auch weiterhin verfolgen und kann in Echtzeit aufzeigen, wo welche Säcke zu finden sind. Dank zusätzlicher verfügbarer Infos zur Zusammensetzung der Sackinhalte ist es so möglich, die Ressourcen in Echtzeit zu verfolgen. Die Informationen, die an die digitalen Plattformen gesendet werden müssen regelmässig verifiziert werden (Lizenzierung, Kontrollen).

Mögliche Fragestellungen:

  • Was ermöglicht die digitale Plattform bei den unterschiedlichen Prozessen und Schnittstellen?

  • Was bedeuten moderne Speichertechnologien für die Hoheit über die Informationen, den Datenschutz, das Controlling, den Warenfluss etc.?
  • Stellen wir uns vor; jede Verpackung ist mit einem Code versehen. Dieser Code ermöglicht beispielsweise das Tracking der Verpackung oder neue Sortieroptionen. Welche Chancen ergeben sich daraus für das System?
 

Rahmenbedingungen &
Organisation

Für die Realisierung dieses Blueprints braucht es eine Anpassung der bestehenden Rahmenbedingungen. Es werden klare und einheitliche Regeln für die Finanzierung des Systems benötigt. Diese Regeln sollten nach den Kriterien einer umweltfreundlichen Kreislaufwirtschaft formuliert sein. 

 

Damit wollen wir der allgemeinen Verwertungspflicht nach dem neusten Stand der Technik (VVEA Art. 12) nachkommen und die  Erfahrungen und neuen Technologien aus In- und Ausland in unseren Piloten in der Schweiz testen. Zudem ist dies ein konkreter Schritt in Richtung Umsetzung des SDG 12 und das deutliche Verringern des Abfallaufkommens durch maximale Wiederverwertung und Wiederverwendung bis 2030. 

 

Das System wird nach dem Verursacherprinzip finanziert und von den bestehenden Akteuren wie Gemeinden, Sortierern, Recyclern etc. umgesetzt. Es bleibt Gemeinden schlussendlich selber überlassen, ob sie das System anbieten möchten. Sollten Sie eine Sammlung analog dem Blueprint anbieten, so sollen ihre Aufwendungen vergütet werden. Die Zusammenarbeit mit Dienstleistern stehen ihnen frei, solange ein Wettbewerb gewährleistet ist. Das System führt zu einer einheitlichen Sammlung, welches Konsumenten nicht mehr überfordert und für Anlagebauer Investitionssicherheit bietet. Damit ist die Grundlage für das Erbauen von Recyclingkapazitäten innerhalb der Landesgrenzen soweit sinnvoll gegeben.   

Mögliche Fragestellungen:

  • Was sind alternative Organisationsformen?

  • Wem gehört das Material und dessen Erlöse?

  • Welche weiteren Rahmenbedingungen sind notwendig?

 

Wertefluss

Im Sammelsystem von Morgen bewegen sich nicht nur Materialien im Kreis, sondern auch Geld. Von Sackgebühren über Erträge der digitalen Plattform, bis zu vorgezogenen Beiträgen gibt es mehrere Möglichkeiten, wie der Geldfluss aussehen könnte. 

Mögliche Fragestellungen:

  • Wie sieht der Wertefluss im Sammelsystem aus?

  • Wie kann das System auf innovative Art und Weise Zusatzerträge generieren, welche das Sammelsystem stützen?

  • Was sind die relevanten Kostentreiber des Systems und wie können diese effizient ausgestaltet werden? 

 
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Gemeinsam mit
Partnern übernehmen
wir Verantwortung
und suchen den Weg
von der Theorie zur Praxis.

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